Presse/Berichte

WN vom 12.12.2017

WN vom 7.November 2017

 

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Bildungswochenende im Heinrich-Lübke-Haus in Günne am Möhnesee

 

In diesem Jahr feiern alle Kolpingfamilien weltweit die 200. Wiederkehr des Geburtstages ihres Gründervaters Adolph Kolping, der am 8. Dezember 1813 als Sohn eines Schäfers in Kerpen geboren wurde. In Fulda und Wuppertal wird im Sommer ein eigens zu diesem Anlass komponiertes Musical aufgeführt. Es ist überschrieben: Kolpings Traum.

Auch die Kolpingfamilie Freckenhorst, die übrigens in diesem Jahr auf 85 Jahre ihres Bestehens zurückblicken kann, begeht den 200. Geburtstag mit zwei besonderen Veranstaltungsangeboten. Sie hat für den 24. August 2013 in Kooperation mit der Kolpingfamilie Sassenberg Karten für das Musical in Wuppertal geordert. Einige wenige davon sind noch zu haben und können bis zum 15. März beim Kassierer Erich Poppenborg erworben werden.

Das zweite Angebot war ein Bildungswochenende im Heinrich-Lübke-Haus in Günne, das am ersten Märzwochenende stattfand. Die Themenauswahl für den zweitägigen Aufenthalt ergab sich zwangsläufig aus dem Jubiläum und aus dem Wirken Adolph Kolpings in seiner Zeit, war doch Kolping nicht nur Schuster, sondern auch Priester, Publizist und Sozialreformer. Die 17 Teilnehmer, 12 Frauen und 5 Männer, befassten sich vornehmlich mit seinem Wirken für die damaligen Wanderburschen, denen er in Gesellenhäusern Unterkunft und Beköstigung bei ihren Wanderschaften von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz bereit stellte und denen er in Gesellenvereinen – den heutigen Kolpingfamilien – soziale Unterstützung, Bildung, Geselligkeit und einen religiösen Halt anbot. Daneben machte er auf die großen Probleme, die die beginnende industrielle Revolution für die ländliche Bevölkerung und die Heimgewerbe  – Landflucht, Verstädterung, Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit und Armut mit der Folge von zunehmender Kinderarbeit - aufmerksam. Die soziale Frage wurde so zunehmend vornehmlich zur Arbeiterfrage.

Als Einführung in die Thematik sahen die Teilnehmer zunächst einen kurzen Film über Adolph Kolping mit dem Titel „Der nicht bei seinen Leisten blieb“, in dem neben seinem Werdegang vom Schustergesellen zum Priester vor allem sein Einsatz für die „soziale Frage“ herausgestellt wurde. In 12 Unterrichtsstunden wurden danach teilweise auch in Kleingruppen unter Zuhilfenahme von ausführlichem Material, das Erich Poppenborg als Leiter und Referent zusammengestallt hatte, folgende Themen bearbeitet:

-       Adolph Kolping und die soziale Frage am Beispiel der wandernden Handwerksgesellen;

-       Das System der Sozialversicherungen mit ihren fünf Säulen, ihre Entstehungsgeschichte und die Weiterentwicklung bis in die heutige Zeit;

-       Vergleich der sozialen Frage zur Zeit Adolph Kolpings mit der heutigen Situation u.a. am Beispiel Leiharbeiter, 400-Euro-Job, Zeitarbeitsverträge;

-       Soziale Gerechtigkeit und Sozialpflichtigkeit des Eigentums - sind Rechte, Möglichkeiten und Ressourcen fair und gerecht verteilt?  Wie sicher ist meine Rente heute, komme ich mit meinem Geld aus?

-       Minijobs – Segen oder Fluch? Werden unsere Kinder und Enkel mit ihren Alterseinkünften über die Runden kommen?

 

Neben der inhaltlichen Arbeit war natürlich auch Entspannung und Unterhaltung angesagt, denn das Wochenende diente nicht nur der Bildung, sondern sollte auch die Möglichkeit des geselligen Beisammenseins, des intensiven Austausches und der Kreativität bieten. So hatten für den Freitagabend Christel Knoblich-Middendorf und Elisabeth Poppenborg viel Material mitgebracht, aus dem die Interessenten, vornehmlich hier die Frauen, allerlei schöne und nützliche Dinge im Hinblick auf das kommende Osterfest bastelten. Die Begeisterung für diese Arbeiten war so groß, dass diese Gruppe am Samstagabend unbedingt diese Beschäftigung fortsetzen wollte, mehr noch: Einige aus der anderen Gruppe fanden sich zu der Kreativgruppe und bastelten fleißig mit. Die restlichen Teilnehmer mit den fünf Männern widmeten sich dem Doppelkopfspiel.

 

Text und Bilder: Erich Poppenborg

 

Bilder: Gruppenbild der Teilnehmer im Unterrichtsraum

Kreativgruppe beim Basteln

 

 

Fahrt der Kolpingsenioren Freckenhorst zum Geburtshaus von Sw. M. Euthymia

 

37 Teilnehmer, darunter viele Gäste, die bisher noch nicht regelmäßig an den Treffen der Kolpingseniorengruppe teilnahmen, konnte der Leiter der Gruppe, Erich Poppenborg, zur Fahrt nach Halverde begrüßen. Unter ihnen war auch Hermann Flothkötter, ehemaliger Chef der LVHS in Freckenhorst, heute in Diensten des Bischofs von Münster im Referat Bildung, der bei der Fahrt zum Grab der seligen Schwester Anna-Katharina Emmerik in Dülmen im Vorjahr angeregt hatte, sich mit Leben und Wirken der Clemensschwester Maria Euthymia, geb. Emma Üffing, aus der Nähe von Hopsten zu beschäftigen.

Die knapp zweistündige Fahrt zum Geburtshaus in Halverde nutze Hermann Flothkötter dann auch, um den interessierten Senioren wichtige Stationen aus dem Leben der von Papst Johannes Paul II. am 7. Oktober des Jahres 2001 selig gesprochenen Schwester nahe zu bringen. So erfuhren sie unter anderem, dass Emma Üffing als Kind im Alter von 18 Monaten an Rachitis erkrankte und sie daher Zeit ihres Lebens in gebückter Haltung und leicht hinkend ihre Arbeit verrichten musste. Wollten ihre Geschwister ihr bei der Arbeit auf dem elterlichen landwirtschaftlichen Anwesen helfen, lehnte sie jede Hilfestellung mit den Worten: „Dat kann ick wull“ ab. Mit dieser Einstellung übernahm sie auch als Ordensschwester jede ihr aufgetragene Arbeit, sei es nun in den ersten Jahren ihrer Tätigkeit als examinierte Krankenschwester auf der Isolierstation im Krankenhaus in Dinslaken die Versorgung der Patienten, oder als sie ab 1943, als das Haus auf Befehl der Naziregierung die Bettenzahlen aufstocken musste, die Pflege von Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern mit ansteckenden Krankheiten übernehmen musste. Ihre aufopfernde Pfleg und die von ihr rigoros durchgeführt Gleichbehandlung aller Kranken und Verletzten, gleich welcher Rasse, Nationalität oder Religion entgegen der Anordnung der herrschenden Nationalsozialisten, brachte ihr den Beinamen „Engel der Liebe“ ein. Später wurde sie dann ins Mutterhaus nach Münster berufen, wo ihr die Leitung der Wäscherei anvertraut wurde. Sw. M. Euthymia verstarb nach kurzer schwerer Krankheit am 9. September 1955.

Bei einem kurzen Besuch in der Pfarrkirche von Halverde, in der Emma Üffing getauft wurde und in der sie auch zur Erstkommunion ging, hielt die Gruppe eine kurze Andacht mit Texten und Liedern zu Ehren der Seligen, viele verharrten anschließend im stillen Gebet vor dem Bild der Schwester in einer kleinen Nische im Gotteshaus und zündeten eine Kerze an. Danach begab man sich auf den in unmittelbarer Nähe zur Kirche vom Heimatverein Halverde angelegten Rundweg, auf dem an sechs Stationen Bilder und Texte, die Sw. Euthymia in verschiedenen Situationen ihres Wirkens verfasst hatte, erinnert wird. Am Ende des Weges machten alle einen kurzen Abstecher zum Elternhaus der Emma Üffing, das man zwar nicht besichtigen konnte, in dessen Vorgarten ein Kreuz mit Bild der Schwester und einem erklärenden Text auf die Bedeutung dieses Ortes hinweisen. Beim anschließenden Gespräch an der Kaffeetafel machte Hermann Flothkötter den Vorschlag, sich im nächsten Jahr in ähnlicher Weise mit dem Leben von Kardinal von Galen zu befassen und seinen Spuren in Münster nachzugehen, was auf sehr bereite Zustimmung stieß. Er versprach den Senioren, auch dabei wieder die Begleitung zu übernehmen. Erich Poppenborg dankte ihm sowohl für die Führung in Halverde als auch für die angekündigte Begleitung im nächsten Jahr.

 

Bild als Anlage zeigt die Gruppe vor einem Bild auf dem Maria-Euthymia-Weg in Halverde

 

Erich Poppenborg

 

Bericht Glocke vom 3.03.10

 

Bericht: Erich Poppenborg, Februar 2010

Familienwochenende in Günne hat den Priester und Sozialreformer Adolph Kolping zum Thema

 

21 Erwachsene und 7 Kinder und Jugendliche spürten im Heinrich-Lübke-Haus in Günne am Möhnesee der etwas provokanten Aussage Adolph Kolpings nach, die da heißt: „Die Nöte der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist.“ Bevor die Teilnehmer sich auf die Suche begaben, hatte Referent Martin Kofoth eine Kennenlernrunde an den Beginn gestellt, weil es einige „Neue“ in der Runde gab. Danach kämpften zwei Gruppen um Sieg und Platz in einem Quiz, das wesentliche Fakten, aber auch bislang nicht so bekannte  Begebenheiten aus dem Leben Adolph Kolpings zum Inhalt hatte. Mit nur einem Punkt Vorsprung gewann die Gruppe „Diethild“ denkbar knapp vor Gruppe „Patrik“, alle waren sich aber einig, dass sie interessante und wissenswerte Details über den Gründer des weltweiten Kolpingwerkes erfahren hatten.

Am Samstagmorgen wurden im Plenum zunächst die Umstände für die Handwerksburschen zur damaligen Zeit (industrielle Revolution) erarbeitet und analysiert, welche Maßnahmen und Hilfen Adolph Kolping daraus entwickelt und angeboten hat. Ferner wurden in dieser Einheit Teile aus dem Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland, das in Dresden im Jahre 2000 beschlossen wurde, vorgestellt z.B. die Abschnitte zu den Aussagen „Der Mensch im Mittelpunkt“, „Zeichen der Zeit erkennen“, „Arbeit neu begreifen“ und „Familien Vorfahrt geben“.

Parallel zur thematischen Arbeit der Erwachsenen, denen sich die beiden Jugendlichen anschlossen, betreute Elisabeth Poppenborg die fünf jüngeren Teilnehmer an diesem Wochenende. Die Kinder lernten dabei, was ein Handwerksbursche ist, dass er zur Weiterbildung in seinem Beruf auf Wanderschaft gehen musste, dass Adolph Kolping durch die Einrichtung der Kolpinghäuser diesen wandernden Gesellen für kurze Zeiten Unterkunft bieten konnte, und dass er großen Wert auf Weiterbildung legte. Dazu las sie den Kindern Abschnitte aus einem Tagebuch, das Adolph Kolping geschrieben hatte, vor. Im weiteren Verlauf betätigten sich die Kinder selbst als Handwerker, indem sie nämlich aus Ton einige einfache Gebrauchsgegenstände anfertigten. Wer sich nicht als Töpfer versuchen wollte, konnte mitgebrachte Kerzen mit farbigen Applikationen (z.B. Kolpingzeichen u.a.) versehen. Die Kerzen konnten die Kinder am Sonntag schon mit nach Hause nehmen, die getöpferten Kunstwerke werden nach dem Trocknen gebrannt und später den Kindern ausgehändigt.

Der Samstagnachmittag war durch Gruppenarbeit ausgefüllt, hieß es doch, das Zitat von Adolph Kolping – „Die Nöte der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist.“ – zu beleuchten und herauszufinden, welche Nöte es in unserer Zeit in unserem Umfeld gibt und ob und gegebenenfalls wie wir darauf reagieren können.

Am Sonntagmorgen nach einem ausgedehnten Spielabend mit allerlei Gesellschaftsspielen, bei denen jung und alt gemeinsam spielten oder gegeneinander um Sieg oder Platz kämpften, stand der Austausch der Erkenntnisse auf dem Plan. Tenor bei allen Gruppen war, dass man Nöte verschiedenster Art und Schwere sehe, es dem einzelnen aber schwer falle, etwas Entscheidendes dagegen zu tun. Selbst in der eigenen Kolpingfamilie oder im Heimatort gebe es sicher auch Probleme, die man aber wohl nur durch die Vernetzung mit anderen Personen oder Gruppen, Vereinen und Verbänden einer Lösung näher bringen könne.

 

Bild: Die Kindergruppe bei ihrer handwerklichen/künstlerischen Arbeit

 

 

 

Erich Poppenborg

Grendel 5

48231 Freckenhorst                                                                                              21. September 2009

  

Am letzten Wochenende haben 14 Mädchen aus Freckenhorst, Beelen und Ennigerloh an einem Babysitterkursus, den die Kolpingfamilie Freckenhorst in Kooperation mit dem Familienzentrum Freckenhorst organisiert hat, teilgenommen. In 12 Unterrichtsstunden brachten zwei Teamerinnen vom Kolpingjugendreferat aus Coesfeld den motivierten Jugendlichen am Samstag und Sonntag den Umgang mit Kleinkindern näher. Sie lernten nicht nur, wie man Kinder füttern, mit ihnen spielen kann und welche Spiele für welche Altersgruppe angemessen sind, sondern auch kleine Tricks, mit denen man die Abwesenheit der Mutter überspielen und den Trennungsschmerz vergessen machen kann. Viel Wert legten die Kursleiterinnen auch auf die Darstellung der rechtlichen Seite der Babysitterinnen.

Wenn im noch folgenden Kurs die Teilnehmerinnen auch noch einen „Erste-Hilfe-Kurs-am-Kleinkind“ absolviert haben, sind sie alle bestens gerüstet für die verantwortungsvolle Beaufsichtigung und sinnvolle Beschäftigung von Kleinkindern.  Danach können Eltern, die ihre Kinder aus irgendwelchen Gründen für kurze Zeit allein zu Hause lassen müssen oder eine Beaufsichtigung gebrauchen, wenn sie anderweitige Arbeiten im Haushalt erledigen wollen, diese Mädchen engagieren. Das Familienzentrum übernimmt gern die Vermittlung dieser jungen Helfer.

 

 

Bilder Erich Poppenborg:

Die Mädchen mit den beiden Kursleiterinnen, hintere Reihe links, und vordere Reihe rechts

Üben des Fütterns eines Kindes, geprobt beim Essen mit der Tischnachbarin

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Erich Poppenborg

Freckenhorst, 13.Mai 2009

 Besuch der Synagoge in Münster

 Sie schreiben das Jahr 5769, sind Anhänger der ältesten der fünf Weltreligionen, glauben nur an einen einzigen Gott, stellen mit ca. 13,5 Millionen Anhängern keine große Religionsgemeinschaft dar, von denen rd. 45% ihrer Anhänger in den USA und 40% in Israel leben. Das und noch vieles mehr erfuhren 19 Teilnehmer an einer Veranstaltung der Kolpingfamilie Freckenhorst, die am Mittwoch im Rahmen der Reihe „Kolping-Treff-13“ die Synagoge in Münster besuchten und sich von Frau Voloj über das Judentum im Allgemeinen, und über die jüdische Gemeinde in Münster im Besonderen informieren ließen.

Nach der jüdischen Lehre hat Moses am Sinai die gesamte Tora von Gott erhalten. Die Tora besteht aus den fünf Büchern Mose, in denen der Bund Gottes mit den Menschen, insbesondere mit dem jüdischen Volk, beschrieben ist. Dieser Bund beinhaltet 613 Gesetze, von denen die Zehn Gebote ein Teil sind und die das gesamte Leben eines frommen Juden bestimmen.

Das jüdische Jahr beginnt mit Rosch haSchana, dem Neujahrstag (der uns allen geläufige Wunsch zum Neuen Jahr „Wir wünschen einen gute Rutsch“ hat mit dem Rutschen im Winter auf glatten Straßen nichts zu tun, sondern leitet sich von dem jüdischen Rosch = Jahr ab, womit wir also nichts anderes als ein gutes Jahr wünschen), welchem Jom Kipur, der Versöhnungstag anschließt. Eine Woche nach Jom Kipur feiern die Juden das Laubhüttenfest und etwas später im Frühjahr Pessach. Das Pessachfest erinnert an den Auszug der Juden aus Ägypten.

Nachdem die Gruppe das alles von Frau Voloj im Vorraum der Synagoge gehört hatte, musste jeder Mann sich eine Kippa nehmen und damit den Kopf bedecken. Denn vor dem Betreten einer Synagoge, eines jüdischen Friedhofes oder allgemein eines Gebetsraumes muss eine solche Kippa aufgesetzt werden. Sie soll Gottesfurcht und Bescheidenheit vor Gott signalisieren. Erst dann durften die Freckenhorster die Synagoge betreten.

Wie viele Pfarrgemeinden, sowohl der katholischen als auch der evangelischen Kirchen, schrumpfte die jüdische Gemeinde Münsters von damals etwa 400 Mitgliedern bis 1989 auf nur noch 40. Dass der Holocaust auch in Münster seine Spuren hinterlassen hat, sprach Frau Voloj ebenfalls an. So wurden am 13. Dezember des Jahres 1938 aus Münster 103 Juden verschleppt, von denen nur drei überlebten. Die anderen 100 wurden im Konzentrationslager ermordet.

Die wenigen, die nach dem Krieg und der Schoa noch übrig geblieben waren, waren sehr aktiv und pflegten die jüdischen Sitten und Gebräuche und lebten nach den Gesetzen der Tora. Mit der Öffnung der Grenzen zum Osten hin und dem Umzug vieler Menschen aus den GUS-Staaten nach Deutschland wuchs die jüdische Gemeinde bis heute wieder auf rd. 800 Mitglieder.

Als Höhepunkt und zum Abschluss der sehr informativen Führung öffnete Frau Voloj den Toraschrank und zeigte den Besuchern die sehr kostbaren und teils sehr alten Torarollen, die alle aus Pergamentpapier oder Leder gefertigt und handgeschrieben sind.

 

Bilder: Nr. 8 – Die Freckenhorster in der Synagoge lauschen interessiert den Ausführungen von Frau Voloj

Nr. 12: - Torarolle mit Jad (Zeigestab). Er wird benutzt beim Lesen, weil man das Geschriebene mit den Händen nicht berühren darf, da die Tora dadurch unrein würde. Die Abkürzungen der hebräischen Buchstaben in der untersten Textzeile bedeuten: „Er/Sie möge ruhen in Frieden“

 

Glocke vom 24.März 2009

WN vom 23.März 2009

Bericht und Bild identisch mit Glocke vom 23..März 2009

Glocke vom 2.Februar 2009:

 

 

WN vom 11.12.2008:

Treue Mitglieder geehrt


 

Die Jubilare der Kolpingsfamilie, Heinz-Dieter Landwehr, Alfons Reinker, Willi Schmidt und Hans-Jürgen Flock (v. l.), wurden mit Nadeln und Urkunden geehrt.
(Foto: Stickel)


-hst- Freckenhorst. Die Kolpingsfamilie Freckenhorst hatte am Sonntag ihre Mitglieder zum Kolpinggedenktag eingeladen. Der Tag begann mit einer Messe in der Stiftskirche Freckenhorst in dem der Verstorbenen der Kolpingfamilie gedacht wurde. Anschließend fanden sich die Mitglieder in der Aula des Pfarrheims zu einem gemeinsamen Frühstück ein. „Wir sehen die Familie als Grundpfeiler der menschlichen Gesellschaft, ganz im Sinne von Adolph Kolping und das schon seit 80 Jahren“, stellte Josef Pickmeier, der Erste Vorsitzende, bei der Begrüßung der Mitglieder heraus.

Anlässlich des Gedenktages hatte die Kolpingsfamilie Ursula Hüllen, Diözesanseelsorgerin im Diözesanverband Münster, eingeladen, die einen Vortrag zum Thema „Entschieden für Familie“ hielt. Hüllen zeichnete ein Bild der modernen Familie und wies darauf hin, dass das gewandelte Familienbild in Deutschland auch Auswirkungen auf die Arbeit der Kolpingsfamilien hat. Ein Besonderes Augenmerk legte sie auf „die Wertevermittlung und die Sozialkompetenz von Kindern, die in kleineren Familien aufwachsen“ und „auf die Herausforderung der Politik, ein Umfeld zu schaffen, in dem es wieder lohnenswert ist, eine Familie zu gründen“. Damit traf sie den Nerv der Anwesenden, die direkt in eine angeregte Diskussion zu den vorgestellten Thesen und Ansätzen einstiegen.

Anschließend wurden Jubilare des Jahres 2008 geehrt. Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Kolpingwerk erhielten Karl Niemerg und Hans-Jürgen Flock eine Urkunde und eine Nadel in Silber.

Für 40 Jahre Treue wurde Alfons Reinker mit einer Urkunde geehrt. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft kann Heinz-Dieter Landwehr zurückblicken. Er nahm stolz eine Urkunde und eine Nadel in Gold entgegen.

Zu 60 Jahren Treue zu Adolph Kolping und seinem Werk gratulierten Josef Pickmeier, Kolpingpräses Sebastian Bause und Ursula Hüllen den Jubilaren Richard Rieger, Alfons Nüßing, Willi Schmidt und Theo Meibeck, mit Urkunden.


Glocke vom 10.12.2008

WN vom 5.12.2008

Freckenhorst. Ein informatives Thema stand beim letzten Treffen der Kolpingsenioren im Jahr 2008 auf der Tagesordnung. Der Termin war zwar eigentlich für eine besinnliche Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit vorgesehen, doch der gefüllte Terminkalender des Referenten machte die Verlegung auf diesen Tag nötig. Im Rückblick kann man aber sagen, dass besonders die Hinweise auf Vorsorgemaßnahmen zur Brandverhütung gerade für diese Zeit, in der in vielen Haushalten Kerzen angezündet werden, von großer Bedeutung sind.


Feuerwehrmann Martin Stählker von der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf hatte eine Menge Informationsmaterial und Bilder mitgebracht. Er stellte zunächst die Organisation der Feuerwehr der Stadt Warendorf dar und erläuterte die Aufgaben der Feuerwehr.


Dann gab er den Senioren Informationen an die Hand, was sie tun müssen, wenn es einmal zu einem Brand in der eigenen Wohnung komme. Die Rufnummer 112 war zwar allen bekannt, aber dass die Rettungsleitstelle von dem Anrufer viele weitere Informationen abfragen müsse, bevor sich das erste Löschfahrzeug in Gang setzen könne, war zunächst etwas überraschend, nach der Erklärung den Senioren aber einsichtig. So muss ein Notruf folgende Aussagen enthalten: Wer ruft an, wo ist der Einsatzort, was ist passiert, wie viel brennt, wie viele Verletzte gibt es?

Im zweiten Teil seiner Information kam der Referent zum Brandschutz in der egenen Wohnung. Dazu erläuterte er zunächst, wie es zum Brand kommt: Es braucht brennbaren Stoff, Sauerstoffzufuhr und eine entsprechende Zündtemperatur. Daraus leitete er Vorsichtsmaßnahmen ab: Dem Feuer möglichst wenig Nahrung bieten, Zündquellen vermeiden (beim Verlassen des Raumes die brennende Kerze löschen, heißes Fett auf der eingeschalteten Herdplatte nie allein lassen) und Vorsichtsmaßnahmen bei offenem Feuer treffen. Des Weiteren muss jeder richtiges Verhalten trainieren. Dazu gehöre auch, dass man gerade in der Advents- und Weihnachtszeit auch mal einen Eimer mit Wasser bereitstelle, wenn die vier Kerzen des Adventskranzes angezündet seien.

Mit der Aussage „Brandrauch tötet lautlos und überrascht viele Opfer im Schlaf“ kam der Feuerwehrmann zur Rolle der Rauchmelder. Eindringlich mahnte er die Senioren, sich solche Melder, die mit lautem Piepton auf Rauch in der Wohnung reagieren, anbringen zu lassen oder anzubringen. Denn im Schlaf sei das Riechvermögen ausgeschaltet, der Schlafende könne den Brandgeruch nicht wahrnehmen. Nur wenige Atemzüge von dem hochgiftigen Brandrauch führten dann in kürzester Zeit zum Tode. Deshalb gehörten Rauchmelder in Keller, Flur, Schlafbereich und auf den Dachboden.

Zum Schluss zeigte Stählker anhand eines kurzen Filmes, wie schnell sich Feuer in einer Wohnung entwickeln kann und welche Temperaturen entstehen. Für einen solchen Notfall fasste er noch zusammen: Ruhe bewahren, überlegen, ob ein Eingreifen noch möglich ist, welche Löschmittel ich habe und wo sie gelagert sind, Menschen aus der Gefahrenzone bringen , die Feuerwehr rufen.

 

Bericht  Glocke vom 5.12.08

Die Glocke vom 10.11.2008